Baustellenupdate

Ich habe dir jetzt schon viel über unsere Überlegungen zum Thema Hausbau, Technik und Detailplanung erzählt. Ich denke, es ist mal Zeit, dir etwas vom Bauprozess zu zeigen. Hol dir was zu Trinken, es dauert länger, es ist schon viel passiert… 

Alles fing an mit einem kleinen, schnuckligen Bauernhaus. Es war an der Straßenseite frisch verputzt und weiß gestrichen. Vom Hof aus war eine romantische unverputzte Fachwerkwerkwand zu sehen. Zusammen mit den Nebengebäuden und dem schönen Garten, haben wir uns in dieses kleine Einod verliebt, es gekauft und Pläne für den Umbau geschmiedet. 

In Vorbereitung auf die großen Umbaumaßnahmen haben wir mit dem Entkernen des Hauses begonnen. Dabei haben wir viel über alte Bauweisen und Fachwerk gelernt. 
Doch bei diesen Arbeiten wurde uns schmerzlich bewusst, dass das Haus nicht mehr wirtschaftlich zu retten war. 

Ein neuer Plan musste her: Abriss und Neubau. 

Wir schmiedeten neue Pläne und setzten uns mit den Materialien für einen Neubau auseinander, um möglichst nachhaltig zu bauen – so gut wir wussten und es für uns bezahlbar war. 

Nachdem wir auch die Baugenehmigung hatten, konnten wir mit reichlich Verzögerung starten. Mit jedem Tag wuchs unser Traum in die Höhe! 

Die Vorbereitungen dauerten eine halbe Ewigkeit. Baugrube vorbereiten, Gebäude abstecken, Schalung für die Bodenplatte setzen, Grundleitungen ins Gebäude legen, Bewehrung legen, Beton fließen lassen und warten, bis die Bodenplatte belastbar ist. 

Dann wurden die Steine geliefert und die Außenwände wurden gemauert. Das ging dann auf einmal ganz schnell. Als dann die Innenwände angelegt wurden, konnten wir das erste mal durch unseren Grundriss gehen. Es fühlte sich gut an!

Als Konstruktion für die Geschossdecke entschieden wir uns für eine Filigrandecke. Denn wir wollten auf die erste Bewehrung unsere Heizung und die Kabel für die Deckenleuchten legen. Nach der Verlegung der Technik wurde die zweite Bewehrungslage gelegt und dann kam wieder viel Beton. Um möglichst hohe Fenster zu bekommen, haben wir Massiv-Rollädenkästen verbaut. Diese dienen gleichzeitig als Sturz und konnten in Höhe der Geschossdecke eingesetzt werden.  
Die Geschossdecke wurde bei sehr warmen Temperaturen betoniert. Damit sie nicht zu schnell austrocknet und Risse bekommt, wurde sie mit einer Plane abgedeckt und wir haben sie mit Wasser immer wieder bedeckt. 

Nach einer Trocknungszeit ging es mit dem Obergeschoss schnell weiter. Im Obergeschoss entstanden die Kinderzimmer. Aus den unterschiedlichsten und kreativsten Gründen suchte sich jedes Kind sein Zimmer aus. Mal gucken, wer am Ende tatsächlich wo wohnt. 😉

Der Dachstuhl war dann schnell gestellt. Auf einmal stand da ein Haus. Ja, ohne Dach und Fenster. Aber die Kubatur war ersichtlich!

Dann kam Corona in der Industrie an und wir mussten auf Dachziegel und Fenster etwas warten. Doch das Warten hat sich gelohnt. Die Dachfenster fügten sich farblich sehr gut in die Dachfläche ein.
Im Gesamten stört es auch nicht, dass die Fenster im Erdgeschoss eine leicht andere Farbe und ein anderes Profil haben als die Dachgeschossfenster. In der Planung war es ein schweres Thema. Vielleicht komme ich in einem anderen Artikel mal darauf zurück. 

So weit sind wir nun also. Der Rohbau ist abgeschlossen, das Dach gedeckt und die Fenster verschließen den Bau. 

Jetzt kann der Innenausbau beginnen!

Ein Gedanke zu ”Baustellenupdate

  1. Hab’ jetzt alle Beiträge zum Haus gelesen und bin beeindruckt. Die Fensterlösung, die Deckenheizung und die externe PV-Anlage sind klever kombiniert. Ich drücke alle Daumen, dass es weiter gut voran geht.

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