Unser Heizsystem

Die Entscheidung für die Wärmeerzeugung und -verteilung gehören zusammen bzw. ist eine logische Konsequenz aus all unseren bisherigen Recherchen. Wie wir uns für eine Wärmepumpe als Wärmeerzeuger entschieden haben, habe ich dir bereits hergeleitet. Jetzt versuche ich mal, dir meine Gedankengänge zur Wärmeverteilung darzustellen. 

Heizkörper

Heizkörper benötigen relativ hohe Vorlauftemperaturen oder müssen größer dimensioniert werden, um die notwendige Heizlast zu decken. Da wir uns für eine Wärmepumpe als Wärmeerzeuger entschieden haben, sind niedrige Systemtemperaturen effizienter zu erzeugen. Außerdem schränken Heizkörper den Grundriss ein. Da es behaglicher ist, die Heizkörper direkt unter dem Fenster zu positionieren. Doch unser Plan sieht viele bodentiefe Fenster vor. Wenn die Heizkörper neben die Fenster rutschen, sollten sie nicht zugestellt werden.
Deswegen haben wir uns gegen Heizkörper entschieden. 

Sockelheizleisten

Sockelheizleisten sind wie kleine Heizkörper. Sie sind je nach Hersteller ca. 20 cm hoch, werden im Sockelbereich des Raumes installiert und können auch mit niedrigen Systemtemperaturen betrieben werden. Optisch können sie auch zurückhaltend, flächenbündig, in verschiedenen Farben und sogar beleuchtet im Raum integriert werden. Sie geben eine schöne Wärme ab. Denn sie arbeiten nach dem Prinzip der Strahlungswärme. 
Wir haben uns trotzdem dagegen entschieden. Es gibt im Neubau andere Möglichkeiten, Räume zu erwärmen ohne, dass man sieht woher die Wärme kommt. 

Fußbodenheizung

Die wohl häufigste im Neubau verbaute Art der Wärmeverteilung ist momentan die Fußbodenheizung. Sie wird mit niedrigen Temperaturen betrieben und würde deswegen gut mit einer Wärmepumpe funktionieren. Allerdings empfinden wir die ständige Wärme von unten als unangenehm. Außerdem wird durch die Fußbodenheizung der Staub, der wohl in keiner Wohnung vermieden werden kann, aufgewirbelt. Auch für den Körper ist diese Art der Wärme nicht gesund. Deswegen fällt auch diese Art der Wärmeverteilung für uns aus. 

Jetzt bleibt nicht mehr viel übrig… 

Wand- oder Deckenheizung

Ähnlich wie die Fußbodenheizung wird die Wand- oder Deckenheizung betrieben. Es werden Heizschlaufen in der Decke oder Wand verlegt, die mit niedrigen Systemtemperaturen durchströmt werden. Somit ist die Kombination mit einer Wärmepumpe genauso sinnvoll. Sowohl Wand- als auch Deckheizungen machen sich die Art der Strahlungswärme zunutze, wie du sie jetzt im Frühling und Sommer wieder vermehrt in der Sonne genießen kannst. 
Eine Deckenheizung hat gegenüber einer Wandheizung den Vorteil, dass sie nicht durch Möbel verstellt wird. 

Betonkernaktivierung

Im Erdgeschoss haben wir uns dazu entschieden, die Schlaufen direkt auf der Filigrandecke zu verlegen. Diese Art der Heizung ist auch als Betonkernaktivierung bekannt.
Im Dachgeschoss haben wir uns dafür entschieden, die Heizung im Trockenbau zu realisieren. 

Dafür gibt es Wärmeheizplatten. Bei denen sind die Heizschlaufen in Lehm eingebettet. Diese werden dann mittels einer Unterkonstruktion an die Decke geschraubt und später vom Heizungsinstallateur angeschlossen. 

Bei einer Deckenheizung ist zu beachten, dass der Heizkreisverteiler höher als die Flächenheizung sitzt, damit das System entlüftet werden kann und sich keine Luftblasen bilden.

Einige Wärmepumpen haben die Möglichkeit, im Sommer zur Kühlung eingesetzt zu werden. Diese Art der Kühlung ist mit einer Flächenheizung gut umsetzbar. Dabei geht es nicht darum, die Räume auf einer bestimmten Temperatur zu halten, sondern eher um das Herunterkühlen um ein paar Kelvin.

Allerdings ist diese Art der Beheizung nicht der Standard. An die Installation einer Decken- oder Wandheizung traut sich nicht jeder Handwerksbetrieb. Deswegen ist es empfehlenswert, bereits im Laufe der Planung mit den ortsansässigen Heizungsfirmen ins Gespräch zu kommen.

Die verlinkten Produkte sind ohne Werbeauftrag. Wir haben alles selbst bezahlt. 

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